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Neues aus Calheta & Santiago

Mär 22, 2010

Azorenhoch legt Verbindunge zwischen den Insel lahm


Ein ausgeprägtes Azoren Hoch hat vergangenen Wochenende die Flug und Schiffsverbindungen zwischen alle kapverdianischen Inseln lahmgelegt.

Das Hoch des einen ist das Tief des anderen.

Vergangenen Wochenende war der Verkehr zwischen den Inseln zum Erliegen gekommen. Wegen Bruma Secca.

Am schlimmsten war es am Samstag mit Sichtweiten unter 1.300m und Wellen von 2 bis 3,5 Metern. Woraufhin der Flugbetreib eingestellt wurde und alle RoRo-Fähren (boca aberta), soweit sie denn zur Zeit überhaupt in Betrieb sind, das Auslaufen untersagt wurde.

Bis zu einer (absehbaren) Wetterbesserung bleibt es  RoRo-Fähren weiterhin verboten auf den Atlantik rauszufahren. Und Atlantik mit Tiefen bis zu 5.000 m ist praktisch zwischen allen Inseln. Auch der Flugverkehr zu den Inseln ohne Instrumentenlandung (Maio, Fogo & S. Nicolau) bleibt weiterhin gesperrt.

ASEMANA Online: Mau Tempo: Cabo Verde sob influência do anticiclone dos Açores 22.03.2010

Zur Erläuterung:

RoRo-Schiffe benötigen, um die Ladung aufzunehmen, große Öffnungen in der Außenhaut. Dies kann ein Risiko darstellen, da im Falle von Störungen oder Fehlbedienung durch diese Öffnungen große Mengen an Wasser eindringen könnten. In Verbindung mit den großen, schlecht zu teilenden Laderäumen und meist beweglicher Ladung, kann dies zu einer raschen, kritischen Stabilitätsänderung führen, welche in einer schwerwiegenden Havarie enden könnte. Aus diesem Grund schreibt SOLAS mehrfach redundante Sicherungssysteme, häufige Übungen und technische Überprüfungen vor. Trotz allem gab es in der Vergangenheit einige Katastrophen auf RoRo-Schiffen.

Das größte Risiko bei RoRo-Schiffen stellen die großen freien Oberflächen der Laderäume dar. Eindringendes Wasser kann sich in den Fahrzeugdecks nahezu ungebremst verteilen. Wenn dieses Wasser nicht kontinuierlich über Speigatten oder leistungsstarke Lenzbrunnen nach Außenbord gegeben wird, kann das zunehmende Gewicht zu einer starken Krängung bis hin zum Kentern führen.

Bei der Fähre Herald of Free Enterprise drang das Wasser durch eine noch nicht geschlossene Bugpforte ein, was dazu führte, dass sie innerhalb von 90 Sekunden, nachdem sie den Hafen verlassen hatte, kenterte. Die International Maritime Organization reagierte nach dem Untergang und gab präzise Regelungen für die Außenhautpforten und Sicherheitseinrichtungen auf RoRo-Schiffen vor.

Nach Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/RoRo-Schiff