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Bei anderen gelesen: kapverdianisches Bier (Strela)

Mario Kornmesser - Biertest

Nun gut, schauen wir uns das "Strela Ego" genauer an. Eingeschenkt macht das Ego keine schlechte Figur: bernsteinfarbig und mit einer durchschnittlichen Schaumkrone gesegnet, kann es den passionierten Biertrinker begeistern. Der Geruch ist ziemlich zurückhaltend, man kann eine leicht süßliche Note ausmachen. Der Antrunk hingegen haut direkt rein. Sehr süß, mit einer etwas zu harten und zu bissigen Hopfennote, so stellt es sich in den ersten Sekunden vor. Die acht Prozent schmeckt man wirklich nicht heraus. Nur durch den süßen Geschmack kann man das Volumen erahnen. Aber keine Bange, nach ein paar Minuten ist der Alkohol ins Blut übergegangen und man bereut die eben getroffene Aussage. Ja, das Bier ballert. Und zwar ordentlichst. Das Wasser ist ziemlich weich, das erstaunt mich ein wenig. Des Weiteren kann der Hopfen im Laufe der Zeit seine Bissigkeit ablegen und beginnt langsam, aber sicher zu gefallen. Dass in diesem Bier aber Zucker mitverarbeitet wurde, muss nicht sein. Denn trinkt man davon mehr als nötig, wird sich das am nächsten Tag bitter rächen. Ich muss aber sagen, dass man das "Strela Ego" gut trinken kann. Zwar ist es nicht vergleichbar mit einem deutschen Doppelbock, aber süffig und mild ist es. Wenn die anderen Biere dieses Landes auch so annehmbar schmecken, steht einem Urlaub dort vor Ort nichts im Wegen. Alles in allem kann dieses kapverdische Bier überzeugen. Etwas zu flach im Mittelteil, aber dass passt zu den heißen Nächten an den Stränden vor Ort... Ganz ok.

Mario Kornmesser :1000 Getränke - Biertest